Terminologie zum Thema Kfz-Versicherungen

Erklärung
Begriff

A

Annahmerichtlinien Im Rahmen der gesetzlichen Regelungen, entwickelt jede Kraftfahrtversicherung eigene Annahme- oder Aufnahmerichtlinien. Diese Richtlinien sollen die Aufnahme der zu versichernden Risiken besser steuern. Jedes Versicherungsunternehmen hat eigene Annahmerichtlinien, die jedoch die strengen Annahmegrundsätze des Pflichtversicherungsgesetzes nicht verletzen dürfen.

So können Versicherungsunternehmen z.B. festlegen, dass ein hochwertiges Fahrzeug, mit einem Neuwert von über 75 000 EUR, nicht versichert wird oder anfragepflichtig ist.
Abweichender Halter In der Kfz Versicherung spricht man vom "abweichenden Halter", wenn die Person, auf die das Fahrzeug zugelassen wurde, eine andere ist, als der Versicherungsnehmer.

Da der Halter, neben dem Versicherungsnehmer, im Schadenfall haftet, ist abweichende Halterschaft in aller Regel von den Versicherungsgesellschaften nicht erwünscht und wird oft mit hohen Zuschlägen "bestraft". Einige Versicherer verweigern sogar in solchen Fällen die Antragsannahme. Liegt bei Ihnen abweichende Halterschaft vor, ist es ratsam vorher zu klären, wie der von Ihnen gewählte Versicherer damit umgeht (teilweise werden Familienmitglieder in häuslicher Gemeinschaft als abweichende Halter akzeptiert, z. B.: behindertes Kind, Ehepartner).
Anzeigepflicht Zu den Pflichten des Versicherungsnehmers (Obliegenheiten), gehört es, bestimmte Regeln beim Abschluss des Versicherungsvertrags zu beachten, um im Versicherungsfall in den Genuss der vertraglich vereinbarten Versicherungsleistung zu kommen.

Bei Vertragsabschluss, ist der Versicherungsnehmer/Antragsteller dazu verpflichtet (Obliegenheitspflicht), alle ihm bekannten Umstände, die für die Annahme des Versicherungsantrages seitens des Versicherers wichtig sind, anzugeben (gemäß § 19 Abs. 1 VVG (Versicherungsvertrags-Gesetz)).
Entscheidend für die Annahme des Versicherungsantrages sind die Informationen, die der Antragsteller dem Versicherer gibt und die der Versicherer ausdrücklich erfragt (§ 19 Abs. 1 Satz 3 VVG).

Ändert sich etwas an diesen Umständen, z.B. das Fahrzeug wird zusätzlich von einem 17jährigem gefahren oder die jährliche Kilometerfahrleistung hat sich von 9000 km auf 15000 km erhöht, so muss der Versicherungsnehmer diese Änderungen anzeigen.
Automatische Verlängerung Beträgt die vereinbarte Vertragsdauer ein Jahr, so verlängert sich der Vertrag automatisch um ein weiteres Jahr, wenn er nicht spätestens einen Monat vor Ablauf (d.h. bis zum 30.11.) schriftlich gekündigt wird. Außerbetriebsetzung Seit dem 01.03.2007 gibt es keinen Unterschied zwischen der vorübergehenden und der endgültigen Abmeldung.
Auch erlischt die Betriebserlaubnis nicht mehr nach 18 Monaten. Das Fahrzeug kann innerhalb von 7 Jahren mit gültiger TÜV- und Abgasuntersuchung bei der Zulassungsstelle wieder angemeldet werden. Für Fahrzeuge, die länger als 18 Monate abgemeldet waren, ist keine Ganzabnahme vom TÜV erforderlich, es sei denn, für das Fahrzeug sind keine Zulassungspapiere (z.B. Zulassungsbescheinigung Teil I und II bzw. Fahrzeugbrief und Fahrschein), eine Datenbestätigung des Herstellers, eine EU-Übereinstimmungserklärung oder auch eine ältere Abnahme nach § 21 StVZO mehr vorhanden.

Das Kennzeichen des Fahrzeuges wird jetzt grundsätzlich am Tag der Außerbetriebsetzung bzw. am nächsten Tag wieder freigegeben. Soll dasselbe Fahrzeug mit dem bisherigen Kennzeichen innerhalb von max. 12 Monaten wieder zugelassen werden, besteht die Möglichkeit, am Tag der Außerbetriebsetzung eine für 12 Monate geltende gebührenpflichtige Reservierung des Kennzeichens zu beantragen.

Zwischen der Anmeldung des neuen Fahrzeuges und der Außerbetriebsetzung des alten, muss jedoch mindestens eine Frist von einem Tag liegen.

Für sonstige Angelegenheiten der Zulassung und Außerbetriebsetzung von Kraftfahrzeugen, wenden Sie sich bitte an Ihre Zulassungsstelle.

B

Begleitetes Fahren Mit dem Modellversuch "Führerschein mit 17" sollen die Unfallzahlen gesenkt werden, da die meisten, teilweise auch tödlichen Unfälle, von Fahrern zwischen 18 und 24 verursacht werden.

Im Jahre 2007 haben sich jetzt auch die letzten beiden Bundesländer (Thüringen und Baden-Württemberg) diesem Modellversuch angeschlossen, so dass es jetzt in allen Bundesländern möglich ist, den "Führerschein mit 17" zu erwerben.

Bei diesem "Führerschein" handelt es sich um eine Prüfbescheinigung mit Ausnahmegenehmigung, die nur in Deutschland als Fahrerlaubnis anerkannt wird. Der "Führerscheinneuling" darf nur mit einer Begleitperson zusammen fahren, die vorher benannt und in die Prüfbescheinigung eingetragen wurde.

Voraussetzungen für Fahrschüler: Keine Bedenken an der Fahreignung.

Voraussetzungen für Begleiter: Mindestens 30 Jahre alt, mindestens 5 Jahre Fahrerlaubnis Klasse B, max. 3 Punkte im Verkehrszentralregister.

Nach Vollendung des 18. Lebensjahres erhält der Teilnehmer den "echten" Führerschein.

Genaueres erfahren Sie in Ihrer Fahrschule oder unter www.begleitetes-fahren.de
Bündelnachlass Einige Versicherer gewähren einen so genannten Bündelnachlass, wenn mehrere Verträge aus verschiedenen Sparten, wie z.B. eine private Haftpflicht- und/oder Hausratversicherung, beim gleichen Versicherer bestehen. Manche Versicherer haben den Bündelnachlass sogar gestaffelt, d.h. je mehr Verträge aus unterschiedlichen Sparten der Versicherungsnehmer bestehen hat, desto höher fällt der Bündelnachlass aus. Branchennachlass Unabhängig von der Tarifgruppe, der Sie angehören (Normal, Beamte, öffentlicher Dienst, Landwirte), gewähren einige Versicherer einen Beitragsnachlass, wenn Sie einer bestimmten Branche bzw. Berufsgruppe angehören, wie z. B.: Architekten, Banken, Krankenhäuser. Geben Sie daher bei einem Prämienvergleich unbedingt die Branche an, in der Sie entweder als Angestellter, Arbeiter oder Firmeninhaber tätig sind.

D

Deckungskarte (wurde ersetzt durch die eVB) Elektronische Versicherungsbestätigung (eVB) ersetzt die Deckungs- oder Doppelkarte.

Die elektronische Versicherungsbestätigungsnummer (eVB-Nummer) dient als Nachweis für das Bestehen eines Versicherungsschutzes. Sie wird hauptsächlich für folgende Fälle benötigt:

- für die Zulassung eines Fahrzeuges oder Wiederzulassung eines außer Betrieb gesetzten Fahrzeuges
- beim Wechsel des Wohnortes in einen anderen Zulassungsbezirk
- beim Wechsel der Versicherung
- beim Wechsel des Halters
- wenn das Kennzeichen (Nummernschild) abhanden gekommen ist.

Bei der elektronischen Versicherungsbestätigungsnummer (eVB-Nummer) handelt es sich um eine vorläufige und verbindliche Zusage des Versicherers über den Deckungsschutz im Falle eines Unfalls. Sie wird in der Regel nach Unterzeichnung des Vertrages bei der Versicherungsgesellschaft beantragt. Ihre Gültigkeit erlischt mit der Erstellung der eigentlichen Versicherungspapiere. Die elektronische Versicherungsbestätigung (eVB-Nummer) gilt nur für die Kfz-Haftpflichtversicherung. Sie gibt keinerlei Auskunft darüber, ob eine Teil- oder Vollkaskoversicherung besteht.
Deckungssumme Für die Leistung des Versicherers bei Haftpflicht-Schäden, bilden die vereinbarten Versicherungssummen (Deckungssummen) die Höchstgrenze bei jedem Schadenereignis.

Folgenden Deckungsvarianten stehen in der Kfz-Haftpflichtversicherung zur Auswahl:

- Deckungssumme: gesetzlich (Mindestversicherungssummen)
Die Mindesthöhe der Versicherungssummen beträgt bei Kraftfahrzeugen einschließlich Anhänger je Schadensfall
für Personenschäden 7,5 Mio. EUR,
für Sachschäden 1,12 Mio. EUR,
für die weder mittelbar noch unmittelbar mit einem Personen- oder Sachschaden zusammenhängenden Vermögensschäden (reine Vermögensschäden) 50.000 EUR.

- Deckungssumme: 50 Mio. pauschal / 100 Mio. EUR pauschal
Bei den Deckungssummen von 50 Mio. / 100 Mio. EUR leistet der Versicherer für
Personen-, Sach- und (reinen) Vermögensschäden Haftung bis höchstens 50 Mio. / 100 Mio. EUR mit Begrenzung bei Personenschäden zwischen 8 und 15 Mio. EUR pro geschädigter Person - je nach Versicherer.

- Deckungssummen im Ausland
In der Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung gilt die Deckungssumme, die in dem jeweiligen Land des Geltungsbereiches gesetzlich vorgeschrieben ist, mindestens jedoch in Höhe der vertraglich vereinbarten Deckungssummen, wenn diese zu gewähren sind.
Direktregulierung Wurde eine Direktregulierung vereinbart, reguliert der Versicherer des Geschädigten und nicht des Verursachers, den Schaden.
D. h.: sind Ihnen bei einem Unfall Sachschäden entstanden, die durch Dritte verursacht wurden, können Sie Ihre Ansprüche an den eigenen Versicherer richten. Dieser prüft die Haftung des Schädigers und leistet entsprechend Zahlungen an Sie.

E

Erstbesitznachlass Hat der Versicherungsnehmer das Fahrzeug (jetzt oder in der Vergangenheit) neu erworben, d.h. er ist der Erstbesitzer, so gewähren einige Versicherer einen so genannten Erstbesitznachlass. eVB (= elektronische Versicherungsbestätigung) Elektronische Versicherungsbestätigung ersetzt die Deckungs- oder Doppelkarte.

Die elektronische Versicherungsbestätigungsnummer (eVB-Nummer) dient als Nachweis für das Bestehen eines Versicherungsschutzes. Sie wird hauptsächlich für folgende Fälle benötigt:

- für die Zulassung eines Fahrzeuges oder Wiederzulassung eines außer Betrieb gesetzten Fahrzeuges
- beim Wechsel des Wohnortes in einen anderen Zulassungsbezirk
- beim Wechsel der Versicherung
- beim Wechsel des Halters
- wenn das Kennzeichen (Nummernschild) abhanden gekommen ist.

Bei der elektronischen Versicherungsbestätigungsnummer (eVB-Nummer) handelt es sich um eine vorläufige und verbindliche Zusage des Versicherers über den Deckungsschutz im Falle eines Unfalls. Sie wird in der Regel nach Unterzeichnung des Vertrages bei der Versicherungsgesellschaft beantragt. Ihre Gültigkeit erlischt mit der Erstellung der eigentlichen Versicherungspapiere. Die elektronische Versicherungsbestätigung (eVB-Nummer) gilt nur für die Kfz-Haftpflichtversicherung. Sie gibt keinerlei Auskunft darüber, ob eine Teil- oder Vollkaskoversicherung besteht.
Ersteinstufung Die Prämie in der Kfz-Haftpflicht- und Vollkaskoversicherung richtet sich unter anderem nach der Schadenfreiheitsklasse (SF-Klasse).
Die SF-Klasse entspricht der Anzahl der schadenfrei gefahrenen Jahre.

Bei Fahranfängern oder Zweitwagen spricht man hier von einer Ersteinstufung, da diese noch keine eigene SF-Klasse haben und erstmalig in eine SF-Klasse eingestuft werden. Hier beträgt die Anzahl der schadenfrei gefahrenen Jahre 0 und entspricht (je nach Tarif) zwischen 190% und 300% des Jahresbeitrags. Der Durchschnitt liegt jedoch zwischen 230% und 240%.

Viele Versicherer ermöglichen den Fahranfängern eine Ersteinstufung in eine bessere SF-Klasse als 0, z. B.: in die SF ½, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Ebenso bieten die meisten Tarife eine spezielle Zweitwageneinstufung an.
Die Voraussetzungen dafür sind sehr unterschiedlich und müssen den jeweiligen Vertragsunterlagen entnommen werden.
Einzelfahrernachlass Wird das Kraftfahrzeug ausschließlich vom Versicherungsnehmer gefahren, gewähren viele Versicherer ein Einzelfahrernachlass (auch Alleinfahrerrabatt genannt). Eine Änderung, wenn zusätzlich z. B. der Ehepartner, Lebensgefährte, das Kind oder sonstige Personen mit dem Fahrzeug fahren, muss dem Versicherer umgehend mitgeteilt werden.

F

Fahrzeughalter Der Fahrzeughalter ist derjenige, der ein Fahrzeug auf eigene Rechnung in Gebrauch hat und die Verfügungsfreiheit darüber besitzt.
Auf den Fahrzeughalter wird das Fahrzeug zugelassen, d.h. er ist im Fahrzeugbrief/-schein bzw. in der Zulassungsbescheinigung Teil I/II eingetragen.

Haftung des Fahrzeughalters: der Halter haftet für Schäden, die Dritten beim Führen des versicherten Fahrzeuges zugefügt werden, ebenso wie für Ordnungswidrigkeiten im Zusammenhang mit dem Fahrzeug. D. h. kann bei einem Verkehrsverstoß der Fahrer zum Tatzeitpunkt nicht ermittelt werden, wird das Verfahren gegen ihn eingestellt, der Bußgeldbescheid wird dann dem Halter zugestellt.

Der Fahrzeughalter ist meistens auch gleichzeitig der Versicherungsnehmer, kann aber auch von ihm abweichen. Siehe auch "Abweichender Halter".
Familienrabatt Der Familienrabatt ist ein Bestandteil vieler Tarife und gilt für Versicherungsnehmer mit Kindern bis zu einem festgesetzten Alter (z. B.: bis 15 J). Der Grund für diesen Rabatt ist eine niedrigere Schadensquote, da Eltern mit Kindern "on Board" sich im Straßenverkehr vorsichtiger verhalten. Fahrgebiet Nutzen Sie Ihr Fahrzeug nur in bestimmten Gebieten des Geltungsbereichs (laut den Allgemeine Bedingungen für Ihre Kfz-Versicherung), dann geben Sie dieses bei der Antragsstellung unbedingt an. Durch die Einschränkung des Fahrgebietes werden zum Teil erhebliche Ermäßigungen gewährt.

Bei nafi-auto.de haben Sie folgende Auswahlmöglichkeiten:
- nur EU incl. Schweiz, Norwegen, Kroatien
- im gesamten Geltungsbereich
Fahrtzweck Bei der Frage zum Fahrtzweck ist (neben der groben Einteilung nach der Fahrzeugnutzung: privat oder gewerblich), die genaue Verwendung des Fahrzeuges, wie z. B.: nur Freizeit, Kundendienst, soziale Zwecke, anzugeben.
Der Fahrtzweck ist besonders bei gewerblicher Nutzung des Fahrzeuges wichtig, da hieraus das Risiko bestimmt wird.
Diese Angabe ist beitragsrelevant und kann sich auf die Höhe der Prämie auswirken.
Geben Sie keinen Fahrtzweck an, gehen viele Versicherer vom "schlimmsten" Risiko aus, was zu einer erhöhten Prämie führen kann.

Bitte beachten Sie, dass, bei vorsätzlichen Falschangaben bei Abschluss eines Vertrages oder Verletzung der Anzeigepflicht bei Änderungen während der Vertragslaufzeit, der Versicherer eine Vertragsstrafe erheben kann.
Fahrerkreisnachlass Wird das zu versichernde Fahrzeug von einem bestimmten, festgesetzten Fahrerkreis gefahren, z. B.: nur Fahrer ab 25 Jahre, so gewähren einige Versicherer einen Fahrerkreisnachlass.

Werden bei Abschluss der Vertrages vorsätzlich falsche Angaben gemacht oder Änderungen während der Vertragslaufzeit dem Versicherer nicht mitgeteilt, kann dieser eine Vertragsstrafe erheben. Notfahrten, wie z.B. Fahrten ins Krankenhaus oder zum Arzt sowie Probefahrten von Mitarbeitern einer Reparaturwerkstatt, sind hiervon ausgeschlossen. Genaueres entnehmen Sie bitte den Allgemeinen Bedingungen für die Kraftfahrzeugversicherung (AKB) und den Tarifbestimmungen (TB) des Versicherers.

G

Grüne Karte Versicherungsschutz nach den Bestimmungen des Gastlandes.

Die Internationale Versicherungskarte (IVK), auch grüne Karte genannt, bescheinigt den Versicherungsschutz in der Kfz-Haftpflichtversicherung nach den Bestimmungen des Gastlandes. Auf ihr sind ebenfalls die gesetzlichen Mindestversicherungssummen aufgeführt, die in dem jeweiligen Land vorgeschrieben sind.

Obwohl sie in vielen Ländern Europas bei der Einreise nicht mehr zwingend erforderlich ist, ist sie trotzdem noch immer ein hilfreicher Reisebegleiter, da sie z.B. bei einem Unfall oder einer Polizeikontrolle vorgezeigt werden muss.

In welchen Ländern die Grüne Karte vorgeschrieben oder nur nützlich ist, erfahren Sie beim Versicherer oder Ihrem Versicherungsmakler.

Der Versicherungsschutz der Grünen Karte erstreckt sich aber NICHT auf die Kasko- oder die Insassenunfall-Versicherung. Lassen Sie sich, im Falle eines Unfalls, die Grüne Versicherungskarte vom Unfallgegner zeigen. Sie enthält nicht nur die Daten über das Fahrzeug, den Halter und dessen Versicherung, sondern auch die Adresse des Regulierungsbüros, welches im Gastland stellvertretend für den ausländischen Versicherer den Schaden reguliert.
GAP Bei einer GAP-Deckung ("gap" engl. = Lücke) handelt es sich um eine Leasing-Restwertversicherung, die zu einer Kaskoversicherung mit beantragt werden kann.

Wird das Leasingfahrzeug gestohlen oder in einen Unfall mit Totalschaden verwickelt, so müssen Sie, als Leasingnehmer für den Differenzbetrag (Lücke) zwischen dem Wiederbeschaffungswert und der Restforderung, die im Leasingvertrag festgesetzt wurde, aufkommen. Je nach Wert des Fahrzeuges, kann diese Differenz sehr hoch ausfallen.

Diese "Lücke" (Differenz) wird durch die GAP-Deckung geschlossen, d.h. der Versicherer zahlt im Falle eines Diebstahls oder Unfalls mit Totalschaden den Differenzbetrag.

Leider bieten nicht alle Versicherer diese GAP-Deckung an.
Garagennachlass Viele Versicherer gewähren einen Garagenrabatt, wenn das versicherte Fahrzeug regelmäßig in einer abgeschlossenen Einzel-, Doppel-, Sammel- oder Tiefgarage abgestellt wird (Details siehe Verbraucherinformationen der einzelnen Gesellschaft).

Wurden vorsätzlich falsche Angaben gemacht, ändert sich etwas an den Voraussetzungen für den Erhalt des Garagenrabattes, das nicht mitgeteilt wird, oder wird das regelmäßige Abstellen des Fahrzeuges in der Garage nicht eingehalten, verlieren Sie im Schadenfall den Versicherungsschutz. Zusätzlich kann der Versicherer eine Vertragsstrafe erheben und/oder den Beitrag erhöhen.
Geltungsbereich Unter Geltungsbereich werden in der Kraftfahrzeugversicherung die Länder/Gebiete bezeichnet, für die der Versicherungsschutz besteht.
Der Geltungsbereich der Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung ist i.d.R. auf Europa und die außereuropäischen Gebiete, die zum Geltungsbereich des Vertrags über die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft gehören, beschränkt.
In der Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung gilt die Deckungssumme, die in dem jeweiligen Land gesetzlich vorgeschrieben ist, mindestens jedoch in Höhe der vertraglich vereinbarten Deckungssummen.

Beachten Sie bitte genau, die Hinweise zum Geltungsbereich in den Allgemeinen Bedingungen Ihres Versicherers, da es hier Einschränkungen geben kann, wie z. B.: Geltungsbereich ohne Russland, Weißrussland, Ukraine, asiatische Teil der Türkei.

Eine Erweiterung / Änderung des Geltungsbereiches kann in der Regel, ggf. gegen Aufpreis, vereinbart werden.
Glasschaden Glasbruchschäden (z.B. Steinschlag in der Windschutzscheibe) sind ein Bestandteil der Kaskoversicherung.

Viele Versicherer verzichten auf die Anrechnung der Selbstbeteiligung bei Reparaturen (nicht beim Austausch!) von Glasbruchschäden, Grund: sofern der Glasschaden durch ein Spezialverfahren repariert wird, sind die Kosten der Reparatur, immer noch niedriger als ein Totalersatz/Austausch.
Gewerbetarif Viele Versicherer bieten für Selbständige und Firmen spezielle Gewerbetarife an.

Die Differenzierung zwischen einem Privat- und Gewerbetarif wird an Hand von verschiedenen Merkmalen vorgenommen, wie: die Art der Fahrzeugnutzung (privat, gewerblich), Anrede des Versicherungsnehmers (Frau, Herr, Firma), Status des Versicherungsnehmers (Angestellter, Selbständiger, juristische Person, ...) und weitere. Bei nafi-auto.de wird auf Grund der Eingaben, die Sie getätigt haben, der entsprechende Tarif automatisch ermittelt.

H

Haftpflichtversicherung Ob Pkw, Bus oder Traktor - ohne eine Kfz-Haftpflichtversicherung darf kein motorisiertes Fahrzeug auf der Straße geführt werden. Sie soll den Unfallopfern Schadenersatz garantieren und den Unfallverursacher vor dem wirtschaftlichen Ruin schützen.

Im Gegensatz zur Kaskoversicherung, ist die Kfz-Haftpflicht eine Pflichtversicherung für die Annahmezwang besteht, die sich jedoch auf die gesetzlich vorgeschriebene Mindestdeckung beschränkt. D.h. kein Antrag darf von einer Gesellschaft abgelehnt werden. Auch dann nicht, wenn ein Fahrzeugbesitzer bereits in mehrere Unfälle verwickelt war. Ausnahmen vom Annahmezwang sind im Pflichtversicherungsgesetz geregelt.

Die Kfz-Haftpflichtversicherung trägt ausschließlich den Schaden des oder der Geschädigten, nicht aber den eigenen Schaden des Versicherungsnehmers.

Folgende Schadenarten werden über die Kfz-Haftpflicht abgedeckt: Personenschäden (Heilungskosten bei Personenschäden / Renten bei Invalidität / Tod), Sachschäden (Reparaturen an anderen Fahrzeugen / Objekten (z.B. Leitplanke)) und Vermögensschäden.

Beitragsgestaltung
Auf die Kfz-Haftpflichtversicherung wird der Schadenfreiheitsrabatt angerechnet. So reduziert sich - je nachdem wie lange der Vertrag schadenfrei besteht - um einen bestimmten Prozentsatz. Bei besonderer Schadenhäufigkeit kann jedoch auch ein Zuschlag berechnet werden.
Die Prämien berücksichtigen ferner statistische Merkmale, wie z.B. die Typklasse des Fahrzeuges (Schadenhäufigkeit eines bestimmten Fahrzeugmodells); Regionalklasse des Zulassungsortes (Schadenhäufigkeit in einem regional begrenzten Gebiet).
Neben den statistischen Merkmalen gibt es noch weitere, individuelle Merkmale (z. B.: Fahrleistung, Abstellplatz, Fahrerkreis), die von Versicherer zu Versicherer anders bewertet werden.
Haftungsfrage In einem Schadenfall prüft der Versicherer, ob Sie als Versicherungsnehmer (und mitversicherte Personen: Halter, Eigentümer, Fahrer) für das gemeldete Schadenereignis haftbar gemacht werden können bzw. zum Schadenersatz verpflichtet sind. Dies schützt Sie vor unberechtigten Ansprüchen eines Geschädigten, d. h. werden unberechtigte Ansprüche an Sie oder eine mitversicherte Person gestellt, werden diese vom Versicherer sowohl außergerichtlich als auch gerichtlich abgewehrt (Strafverfahren ausgeschlossen). Sie sind also nicht berechtigt, ohne vorherige Zustimmung des Versicherers einen Anspruch ganz oder zum Teil anzuerkennen oder zu regulieren!

Ergibt diese Prüfung der Haftungsfrage, dass Sie schadenersatzpflichtig sind, entschädigt der Versicherer den Schaden bis zur der vertraglich vereinbarten Haftungssumme.
Herstellerschlüssel Aufgrund der Vielzahl der Fahrzeugtypen und unterschiedlichen Typklassen, wird für die genaue Einstufung Ihres Fahrzeuges in der Kfz-Haftpflicht- und Kaskoversicherung - neben der dreistelligen Typschlüsselnummer (TSN) - die vierstellige Herstellernummer (HSN) benötigt.
Diese Angabe finden Sie:
- im Kfz-Schein in der obersten Zeile im Kästchen Schlüsselnummern unter "zu 2" und
- in der Zulassungsbescheinigung Teil I (für Kfz-Neuzulassungen ab dem 01.10.2005) unter Punkt "2.1, Code zu (2)".
Halter Der Fahrzeughalter ist derjenige, der ein Fahrzeug auf eigene Rechnung in Gebrauch hat und die Verfügungsfreiheit darüber besitzt.
Auf den Fahrzeughalter wird das Fahrzeug zugelassen, d.h. er ist im Fahrzeugbrief/-schein bzw. in der Zulassungsbescheinigung Teil I/II eingetragen.

Haftung des Fahrzeughalters: der Halter haftet für Schäden, die Dritten beim Führen des versicherten Fahrzeuges zugefügt werden, ebenso wie für Ordnungswidrigkeiten im Zusammenhang mit dem Fahrzeug. D. h. kann bei einem Verkehrsverstoß der Fahrer zum Tatzeitpunkt nicht ermittelt werden, wird das Verfahren gegen ihn eingestellt, der Bußgeldbescheid wird dann dem Halter zugestellt.

Der Fahrzeughalter ist meistens auch gleichzeitig der Versicherungsnehmer, kann aber auch von ihm abweichen. Siehe auch "Abweichender Halter".
Höchstentschädigung In der Kfz-Haftpflichtversicherung richtet sich die Höchstentschädigung nach der Deckungs-/Versicherungssumme, die im Vertrag vereinbart wurde.

Je nach Tarif belaufen sich die Summen auf 50 Mio. EUR, 100 Mio. EUR oder der gesetzlichen Deckungssumme (insgesamt 7,5 Mio. EUR Personenschäden). Siehe auch "Deckungssumme".

In der Kaskoversicherung richtet sich die Höchstentschädigung nach dem Wiederbeschaffungswert des Fahrzeuges oder seiner Teile zum Zeitpunkt des Schadens oder des Verlusts.

Der Wiederbeschaffungswert ist der Kaufpreis, den der Versicherungsnehmer aufwenden muss, um ein gleichwertiges gebrauchtes Fahrzeug oder gleichwertige Teile zu erwerben.

Einige Versicherer berechnen noch einige Abzüge von dem Wiederbeschaffungswert, je nach Alter oder Fahrleistung des Fahrzeuges.

Bei Zerstörung oder Verlust des Fahrzeuges, kann sich die Höchstentschädigung vermindern (z.B. um 10%), wenn das Fahrzeug nicht mit einer anerkannten Wegfahrsperre ausgerüstet ist. Des Weiteren wird der Veräußerungswert für Rest- und Altteile, die sich noch beim Versicherungsnehmer befinden, von der Höchstentschädigung abgezogen.

Bei Fahrzeugen die älter als vier Jahre sind, erfolgt ein "Abzug >neu für alt<".

Genaueres erfahren Sie von Ihrem Versicherungsvermittler/-makler.

K

Kaskoversicherung Die Fahrzeugversicherung, auch Kaskoversicherung genannt, deckt die Schäden am eigenen Fahrzeug (die von Versicherungsnehmer selbst oder auch durch Dritte verursacht wurden, z. B. Zerstörung, Vandalismus) und kann zusätzlich zur Kfz-Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden.

Man unterscheidet in der Fahrzeugversicherung zwischen Teilkasko und Vollkasko.

Die Kaskoversicherung ersetzt Sachschäden, die durch Beschädigung oder Zerstörung entstanden sind, aber auch den Diebstahl des eigenen Fahrzeuges.

Da nicht alle Fahrzeug- und Zubehörteile automatisch mitversichert sind und bestimmte Teile nur gegen einen Beitragszuschlag versichert werden, empfiehlt es sich hier bei der Versicherungsgesellschaft genauer nachzufragen.

Bitte beachten! Im Gegensatz zur Kfz-Haftpflichtversicherung, ist die Kaskoversicherung in Deutschland keine Pflichtversicherung. So kann es vorkommen, dass die Versicherer eine Kaskoversicherung für ein altes, hochwertiges und/oder risikoträchtiges Fahrzeug ablehnen.

Selbstbeteiligung: Sowohl in der Teil- als auch in der Vollkaskoversicherung, kann eine Selbstbeteiligung vereinbart werden. D.h., dass Sie, als Versicherungsnehmer, im Schadenfall einen vorher festgelegten Teil der Kosten selbst übernehmen.

Tipp: Eine Selbstbeteiligung senkt den Versicherungsbeitrag.
Bei Reparaturkosten, die nur knapp über der Selbstbeteiligungssumme liegen, lohnt es sich, unter Umständen, den Vollkaskoschaden aus eigener Tasche zu zahlen. Dadurch verhindern Sie, dass Sie in eine niedrigere Schadenfreiheitsklasse in der Vollkaskoversicherung eingestuft werden.

Geltungsbereich: Die Kaskoversicherung gilt im Inland, in allen europäischen Ländern und in außereuropäischen Gebieten, die zum Geltungsbereich des Vertrages über die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft gehören. Eine Erweiterung des Geltungsbereiches muss schriftlich im Versicherungsvertrag vereinbart werden!
Hinweis! Der Versicherer kann im Vertrag den Geltungsbereich aber auch einschränken. Einige Versicherer schließen z.B. das Diebstahlrisiko für osteuropäische Länder aus. Prüfen Sie den Vertrag genau!
Kaskoalternativen Mit Kaskoalternativen bezeichnet man die verschiedenen Kombinationen der Selbstbeteiligung in der Teil- und Vollkasko, die von den einzelnen Versicherern angeboten werden.
Bei nafi-auto.de haben Sie die Möglichkeit die Prämien der verschiedenen Kaskoalternativen eines Tarifes direkt miteinander zu vergleichen.
Je höher der Selbstbehalt, d.h. der Betrag, den Sie im Schadenfall selbst tragen/bezahlen, gewählt wird, desto günstiger kann die Prämie ausfallen.
Die Höhe der Selbstbeteiligung sollte je nach Fahrzeugwert gut überlegt sein, lassen Sie sich bei der Wahl von einem Fachmann beraten.
Kündigung Ordentliche Kündigung

Für eine ordentliche Kündigung lautet die Kündigungsfrist einen Monat zum Vertragsende.
Für die meisten Verträge bedeutet das, dass bis zum 30.11. die KFZ-Versicherung gekündigt werden kann, um zum 01.01. des Folgejahres eine neue und ggf. günstigere KFZ-Versicherung abzuschließen.
Von dieser Regelung ausgenommen sind Versicherungsverträge, deren Versicherungsende nicht das Jahresende ist. Hier muss entsprechend die Monatsfrist eingehalten werden.
Die Kündigung muss schriftlich erfolgen und bedarf keiner Angabe von Gründen!

Sonderkündigungsrecht: Ein Sonderkündigungsrecht gilt
- bei einer Beitragserhöhung bzw. Leistungsminderung: Wird der Beitrag erhöht, besteht für den Versicherten das Recht der außerordentlichen Kündigung. Die zu beachtende Frist bei der Kfz-Haftpflichtversicherung lautet grundsätzlich innerhalb eines Monats nach Eingang des Änderungsbescheides. Die Kündigung muss schriftlich erfolgen!
- im Schadensfall: Im Schadensfall, d.h. wurde ein kostenpflichtiger Schaden dem Versicherer gemeldet, besteht für den Versicherungsnehmer innerhalb einer Frist, die Möglichkeit zur Kündigung der Versicherung. Die Frist beginnt mit Erhalt einer Mitteilung des Versicherers über die abschließende Regulierung des Schadens.
Beachten Sie bitte, dass bei einer Kündigung der Beitrag auch nach Kündigung des Vertrages noch bis zum Ablauf des Versicherungsjahres (welches nicht unbedingt mit dem Kalenderjahr übereinstimmen muss) zu leisten ist, während der Versicherungsschutz sofort nach der Kündigungsfrist erlischt.
Das gleiche Recht zur außerordentlichen Kündigung hat auch der Versicherer. Nach der Regulierung des Schadens, kann auch er den Versicherungsvertrag einseitig kündigen.
- Fahrzeugwechsel (Wegfall des Risikos): Bei Wegfall des zu versichernden Risikos, d.h. Sie verkaufen Ihr Auto, können Sie Ihre Kfz-Versicherung jederzeit vor Ablauf der vereinbarten Vertragslaufzeit kündigen. Bereits geleistete Prämienzahlungen für den Zeitraum nach dem Wegfall des Risikos, werden dann anteilig erstattet.
Hierzu muss die Versicherungspolice nicht extra gekündigt werden. Es genügt eine Mitteilung über den Verkauf bei dem Versicherer, die zusammen mit der Abmeldebescheinigung und dem Kaufvertrag eingereicht werden müssen.
Kurzzeitkennzeichen Seit 1998 ersetzt das Kurzzeitkennzeichen das "Rote Kennzeichen" für Privatpersonen.
Sie sind einmalig für die Dauer von 5 Tagen für Probe-, Prüfungs- und Überführungsfahrten gültig.
Die Gültigkeitsdauer wird auf dem Kennzeichen vermerkt.
Das Kurzzeitkennzeichen muss, im Gegensatz zum ehemals "Roten Kennzeichen", nicht mehr ans Straßenverkehrsamt zurückgegeben werden.
Kraftstoffart Neben den konventionellen Kraftstoffen Benzin und Diesel, gibt es noch folgende Kraftstoffarten:
- Hybrid: Eine intelligente Kombination zwischen Elektro- und Verbrennungsmotor (z.B. Honda Civic IMA, Toyota Prius).
- Bivalent: Es kann zwischen zwei Kraftstoffen gewählt werden, i.d.R. Benzin / Gas (z.B. Volvo V 70 Bifuel).
- Gas (monovalent): Autogas: ~ LPG (Liquefied Petroleum Gas) - Flüssiggas (Butan / Propan); Erdgas: ~ CNG (Compressed Natural Gas) - komprimiertes Erdgas (ca. 200 Bar) in Gasflaschen: H(igh)-Gas - Qualität mit hohem spezifischen Heizwert und L(ow)-Gas - Qualität mit niedrigem spezifischen Heizwert
~ LNG (Liquefied Natural Gas) - tiefgekühltes Erdgas (ca. -162 Grad Celsius).
- Elektro: Hierbei handelt es sich um einen reinen Elektroantrieb, der aus Akkumulatoren (z.B. VW Golf Citystromer*) oder Brennstoffzellen gespeist wird.
* Produktion eingestellt
Die Kraftstoffart ist bei manchen Tarifen beitragsrelevant.
Kfz-Steuer Die Kraftfahrzeugsteuer für Pkw wird vom Finanzamt jährlich und im voraus erhoben.

Sie richtet sich nach
- dem Hubraum des Pkws: Der Steuersatz wird mit jede angefangenen 100 ccm Hubraum multipliziert, d.h., bei einem Hubraum von z.B. 1350 ccm, wird mit einem Hubraum auf 1400 ccm gerechnet.

- der Emissions-/Schadstoffgruppe, in der das Fahrzeug eingestuft ist, die anhand einer Schlüssel-Nr (Schlüsselnummer "zu 1" im Fahrzeugschein bzw. Punkt "14.1, Code zu V.9 oder (14)" in der Zulassungsbescheinigung Teil I, jeweils die letzten beiden Ziffern) bestimmt wird.

- der Motorart (Benziner / Diesel), wobei bei Dieselfahrzeugen noch zusätzlich hinzu kommt, ob er mit oder ohne Russpartikelfilter ausgerüstet ist.

L

Ladytarif Beim "Ladytarif" handelt es sich um einen günstigeren Tarif für weibliche Fahrer.

Da Frauen laut Statistik im Straßenverkehr weniger Unfälle als Männer verursachen, erhalten sie einen Sondernachlass, vorausgesetzt, das Fahrzeug wird ausschließlich von weiblichen Personen gefahren. Die genauen Bedingungen entnehmen Sie bitte den einzelnen Tarifen.
Leistungsgrenze Die Leistungsgrenze in der Kaskoversicherung bezieht sich auf den Wiederbeschaffungswert/Neuwert des Fahrzeuges.
Es handelt sich hierbei immer um den Preis des Fahrzeugs gleichen Typs und gleicher Ausstattung am Schadentag. Da Restteile (nach Zerstörung) und Altteile (nach Beschädigung) beim Versicherungsnehmer verbleiben, werden sie, genauso wie die Selbstbeteiligung, von der Versicherungsleistung abgezogen.
Leasing Bei dem Kfz-Leasing handelt es sich um die zeitlich befristete Gebrauchsüberlassung eines Kraftfahrzeuges gegen eine fest vereinbarte monatliche Leasingrate.
Beim Autoleasing gibt es regelmäßig drei Beteiligte: der Autoverkäufer, der Leasinggeber (Bank, Kreditinstitut, ...) sowie der Leasingnehmer (Sie).
Im Gegensatz zum Mieter, ist jedoch der Leasingnehmer für die Instandhaltung, bei Sachmängel, Zerstörung, Beschädigung und Diebstahl zuständig und trägt die Kosten für alle anfallenden Reparaturen.
Kurzum: Der Leasingnehmer ist zwar kein Eigentümer des Kfz, muss sich aber wie ein solcher behandeln lassen. Aus diesem Grund kann er auch die Gewährleistungsrechte (Wandlung, Minderung, Schadensersatz) in Anspruch zu nehmen.

Vor- und Nachteile: Da Leasing vor allem steuerrechtliche Vorteile bietet, leasen insbesondere Unternehmer, die dann die Leasingraten unmittelbar als Betriebsausgaben geltend machen können.

Für Privatleute lohnt sich dagegen Leasing im Allgemeinen gegenüber einem Ratenkauf kaum. Doch im Einzelfall kann es derart günstige Leasingbedingungen geben, die ein Kfz-Leasing auch für Privatpersonen interessant macht.
Leistungsfreiheit Je nach Art und Schwere der Obliegenheitsverletzung, ist der Versicherer ganz oder teilweise von der Leistungspflicht befreit.

Eine Obliegenheitsverletzung liegt z.B. vor, wenn Sie im Winter mit Sommerreifen oder bei rot über eine Ampel fahren.

In der Kfz-Haftpflichtversicherung besteht die Besonderheit, dass sich der Versicherer gegenüber dem geschädigten Dritten (Direktanspruch) nicht auf seine im Innenverhältnis wegen Obliegenheitsverletzung bestehende Leistungsfreiheit berufen kann. Er haftet im Umfang der Mindestdeckungssummen und kann den Regulierungsbetrag vom Versicherungsnehmer bis - je nach Art der Obliegenheitsverletzung - 2.500 EUR bzw. 5.000 EUR zurückfordern.

Siehe auch "Obliegenheitsverletzung".

M

Mallorcapolice Bei dieser Police handelt es sich um eine Zusatzhaftpflichtversicherung für Mietfahrzeuge im Ausland. Sie bezieht sich auf Europa und außereuropäische Gebiete, die zum Geltungsbereich des Vertrages über die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft gehören.

Zweck:
Ist die für das Mietfahrzeug abgeschlossene KH-Deckungssumme geringer, als die Höhe des Schadens, muss der Mieter des Fahrzeugs für die Differenz aufkommen - in diesem Fall springt die Mallorca-Police (bis zur Höhe der abgeschlossenen Deckungssumme) ein.
Marder- und Tierbiss Die Deckung für Tierbiss-/Marderbissschäden gehört mittlerweile zur Standardleistung und ist in den meisten Tarifen im Umfang der Teilkaskoversicherung enthalten. Versichert sind i. d. R. durch Tierbiss-/Marderbiss verursachte UNMITTELBARE Schäden.
Einige Versicherer bieten zusätzlich die Deckung für die Folgeschäden nach einem Tierbiss-/Marderbiss. Die Leistungsgrenze hier ist von Versicherer zu Versicherer unterschiedlich. Sie kann zwischen einigen hundert und mehreren tausend Euro variieren.
Prüfen und lesen Sie hierzu bitte aufmerksam die AKB/Verbraucherinformationen der Versicherer.

N

Nutzung Die Nutzung des zu versichernden Fahrzeuges ist für die Berechnung der Prämie sehr wichtig und kann sich auf die Höhe entsprechend auswirken.
Sie unterteilt sich in ausschließlich privat, überwiegend privat, überwiegend gewerblich und ausschließlich gewerblich.

Private Nutzung
Das Fahrzeug wird nur für private Fahrten inkl. Fahrten zum Arbeitsplatz, zu dienstlichen Seminaren oder Tagungen etc. genutzt.

Geschäftliche Nutzung
Das Fahrzeug wird für berufliche Fahrten gebraucht (z.B. Fahrten als Handelsvertreter, Architekt, Lieferdienst einer Pizzeria) oder zählt zum Betriebsvermögen eines Unternehmens.

Überwiegend private oder überwiegend gewerbliche Nutzung, bedeutet in beiden Fällen, dass die hauptsächliche Nutzung zum Tragen kommt und die jeweils abweichende Nutzung eher der Ausnahmefall ist.
Nutzerkreisnachlass Wird das Fahrzeug nur von einem bestimmten, festgelegten Personenkreis gefahren (z. B.: ausschließlich vom Versicherungsnehmer und seinem Ehe-/Lebenspartner, beide mind. 25 Jahre alt), gewähren einige Versicherer dem Versicherungsnehmer einen Nutzerkreisnachlass oder auch Nutzerkreisrabatt genannt. Neuwertentschädigung Wird ein Neuwagen gestohlen oder kommt es zum Totalschaden, erhält der Kunde bei der Neuwertentschädigung den Originalpreis des Wagens.
Die Neuwertentschädigung ist, je nach Versicherer, auf die ersten 6, 12 oder sogar 24 Monate beschränkt.
Für diese Leistung müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein, wie z.B., dass der Versicherungsnehmer der Erstbesitzer des Neufahrzeuges ist.
Nutzungsausfall-Entschädigung Eine Nutzungsausfall-Entschädigung wird dann gezahlt, wenn bei einem Unfall ein Fahrzeug in der Weise beschädigt wird, dass es der Geschädigte für eine bestimmte Zeit nicht nutzen kann, obwohl er es gerne nutzen würde und auch nutzen könnte (Nutzungswille und Nutzungsmöglichkeit).

Anstelle von Mietwagenkosten, kann der Geschädigte dann bestimmte Beträge für die entgangene Nutzung seines privaten Pkw´s geltend machen.
Die Nutzungswerte bzw. die Höhe der Entschädigungsbeträge richten sich nach einer Tabelle, die in verschiedene Gruppen (A bis L) unterteilt ist. Die in die Gruppe A eingestuften Fahrzeuge sind kleinere Fahrzeuge, die in L eingestuften Pkw´s sind Luxusfahrzeuge und KW-stark.

O

Ombudsmann Der Versicherungsombudsmann hat im Oktober 2001 seine Tätigkeit aufgenommen.
Der Ombudsmann ist eine unabhängige und für Verbraucher kostenfrei arbeitende Schlichtungsstelle.
Er ist eine Art überparteilicher Schlichter, der als "Behördenmann" in Norwegen erfunden wurde und in Streitereien mit dem Staat Beistand leistet.
Seine Aufgabe besteht darin, in Streitfällen zwischen dem Versicherungsnehmer und dem Versicherer zu schlichten und dadurch den Weg zum Gericht zu vermeiden.
Damit er in Anspruch genommen werden kann, müssen zwei Voraussetzungen erfüllt sein:
1.) Das BAV ist noch nicht eingeschaltet und
2.) es läuft noch kein Gerichtsverfahren.
Bis zu einem Streitwert von 5.000 Euro darf der Ombudsmann selber entscheiden. Wenn der Streitwert darüber liegt, kann er nur Empfehlungen abgeben.
Obliegenheitsverletzung Bei jedem Vertrag gibt es gegenseitig geregelte Rechte und Pflichten.

Die, neben der Beitragspflicht für den Versicherungsnehmer bestehenden Nebenpflichten, nennt man auch "Obliegenheiten" und ergeben sich aus den gesetzlichen Bestimmungen und den vertraglichen Vereinbarungen.
Es wird unterschieden zwischen Obliegenheiten/Pflichten VOR Abschluss des Vertrages (Anzeigepflicht); NACH Abschluss des Vertrages, aber VOR Eintritt des Versicherungsfalles sowie NACH Abschluss des Vertrages und NACH Eintritt des Versicherungsfalles

Eine Obliegenheits-/Pflichtverletzung liegt z.B. vor, wenn ein Schaden dem Versicherer innerhalb einer gegebenen Zeitspanne nicht gemeldet wurde, Tuningmaßnahmen am Fahrzeug dem Versicherer nicht mitgeteilt werden, das versicherte Fahrzeug unter Alkohol- oder Drogeneinfluss gefahren wird, der Schlüssel im Fahrzeug liegen gelassen wurde, das Fahrzeug auch von anderen gefahren wird, obwohl Sie dem Versicherer angegeben haben, dass nur Sie alleine das Fahrzeug fahren, uvm.

Diese Obliegenheiten/Pflichten können vom Versicherer zwar nicht "eingeklagt" werden, werden sie aber vorsätzlich oder grob fahrlässig verletzt, kann es dazu führen, dass der Versicherungsnehmer den Versicherungsschutz verliert.
Der Verlust des Versicherungsschutzes hängt davon ab, ob Sie an der Obliegenheits-/Pflichtverletzung ein Verschulden trifft und/oder Ihre Obliegenheits-/Pflichtverletzung Einfluss auf die Feststellung der Leistungspflicht und den Umfang der Leistung hatte.

Genaueres zu Ihren Obliegenheiten/Pflichten gegenüber dem Versicherer, entnehmen Sie bitte den AKB und Ihrer Versicherungspolice.
Online-Nachlass Wird ein Antrag direkt Online, d.h. papierlos übers Internet, abgeschlossen, entstehen bei dem jeweiligen Versicherer weniger Bearbeitungskosten, da diese Daten automatisch in das System der Gesellschaft übertragen werden und nicht mehr manuell von Mitarbeitern eingegeben müssen. Aus diesem Grund gewähren einige Versicherer einen "Online-Nachlass".

P

Pflichtversicherung Pflichtversicherung bedeutet, dass Sie die Pflicht haben, eine Versicherung abzuschließen, d.h., dass eine Versicherung abgeschlossen werden MUSS und seitens der Versicherer ein Annahmezwang besteht.

Bei der Kfz-Haftpflicht handelt es sich um eine Pflichtversicherung, für die Annahmezwang gilt, die sich jedoch auf die gesetzlich vorgeschriebene Mindestdeckung beschränkt. D.h. kein Antrag darf von einer Gesellschaft abgelehnt werden. Auch dann nicht, wenn ein Fahrzeugbesitzer bereits in mehrere Unfälle verwickelt war.
Ausnahmen vom Annahmezwang sind im Pflichtversicherungsgesetz geregelt.
Punkte in Flensburg Durch die Anzahl der Punkte, die man durch verschiedene Verstöße im Straßenverkehr ansammelt und beim Verkehrszentralregister in Flensburg geführt werden, entscheidet sich letztendlich die Strafe, welche bis hin zum Entzug des Führerscheines gehen kann.

Punkte werden in der Regel für rechtskräftige Bescheide, welche mit einem Bußgeld von mehr als 40 Euro belastet sind, vergeben.
Die Anzahl der Punkte ist jedoch von der Schwere der Ordnungswidrigkeit abhängig und davon, ob eine Straftat vorliegt.
Handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit, kann grundlegend gesagt werden, dass zwischen 1 und 4 Punkten eingetragen werden.
Wurde jedoch nachweislich eine Straftat im Straßenverkehr bzw. eine Straftat im Zusammenhang mit dem Straßenverkehr begangen, werden zwischen 5 und 7 Punkten vergeben.
In beiden Fällen besteht für den Beschuldigten jedoch die Möglichkeit, gegen die Beschuldigungen gerichtlich vorzugehen. Kann der Vorwurf einer Ordnungswidrigkeit bzw. einer Straftat widerlegt werden, werden keine Punkte vergeben.

Je nach Anzahl der eingetragenen Punkte, werden bestimmte Strafen verhängt.
- 1 - 3 Punkte: In diesem Punktebereich werden noch keine Strafen vergeben.
- 4 - 8 Punkte: Hier besteht die Möglichkeit zur Teilnahme an einem Aufbauseminar, wodurch 4 Punkte abgebaut werden können.
- 8 - 13 Punkte: Die Anzahl der Punkte ist schon gefährlich hoch; jedoch wird erst eine Verwarnung mit Hinweis auf ein freiwilliges Aufbauseminar ausgesprochen. Durch freiwillige Teilnahme an einem Aufbauseminar können 2 Punkte abgebaut werden.
- 14 - 17 Punkte: Anordnung einer Teilnahme an einem Aufbauseminar, bei einer freiwilligen MPU können 2 Punkte abgebaut werden.
- Ab 18 Punkte: Führerscheinentzug.

Löschung der Punkte: Die gesetzlich geregelte Tilgungsfrist besagt, dass durch Ordnungswidrigkeiten entstandene Punkte nach einer Frist von 2 Jahren automatisch gelöscht werden und die durch Straftaten entstandenen nach 5 Jahren.
Diese 2-Jahresfrist ist jedoch an einige Bedingungen geknüpft. So dürfen während der 2jährigen Frist keine neuen Einträge in das Verkehrsregister erfolgen.
Pflichtverletzung Siehe "Obliegenheitsverletzung". Partnernachlass Wird das versicherte Fahrzeug ausschließlich vom Versicherungsnehmer und seinem in häuslicher Gemeinschaft wohnendem Ehe-/Lebenspartner gefahren, gewähren viele Versicherer einen Partnernachlass/-rabatt. Police Police ist ein anderes Wort für Vertrag.
Haben Sie einen Versicherungsantrag eingereicht, so erhalten Sie innerhalb weniger Tage/Wochen die Versicherungspolice/den Versicherungsvertrag/Versicherungsschein zugeschickt.
In der Versicherungspolice/dem Versicherungsvertrag/-schein ist das versicherte Risiko genau beschrieben. Es muss der Vertragsinhalt vollständig wiedergegeben sein. Dazu zählen Name und Anschrift der Vertragspartner, die versicherte Gefahr, Art und Höhe der Versicherungsleistung und der Prämie sowie der Versicherungsbeginn.
Dem Versicherungsnehmer ist daher dringend zu empfehlen, nach Erhalt der Police/des Vertrages oder des Versicherungsscheines, die Daten noch einmal eingehend zu überprüfen um eine etwaige Falschpolicierung, bzw. Fehler bei der Antragstellung richtig stellen zu lassen. So kann man spätere Missverständnisse von Anfang an vermeiden.

R

Rabattschutz Der Rabattschutz ist eine kostenpflichtige Zusatzleistung und verhindert bei einem Unfall die Rückstufung in eine schlechtere Schadenfreiheitsklasse (SF-Klasse).
Je nach Versicherer fällt der Rabattschutz und die Bedingungen, die erfüllt sein müssen, unterschiedlich aus.
Ist ein belastender Schaden angefallen, so wird die SF-Klasse im folgenden Kalenderjahr nicht zurück- aber auch nicht weitergestuft. Je nach Versicherer sind 1 bis 3 Schäden pro Kalenderjahr frei.

Bitte unbedingt beachten!
Bei einem Versichererwechsel wird an den Nachversicherer der Schadenfreiheitsrabatt bestätigt, den der Versicherungsnehmer OHNE RABATTSCHUTZ erfahren hätte.
Genaueres über den Rabattschutz erfahren Sie über Ihren Versicherungsvermittler oder -makler.
Rabattretter Eine Zusatzleistung, die dem Versicherungsnehmer, der sich in einer entsprechend hohen SF-Klasse befindet (meist SF 25), einen 'Freischaden', also einen Schaden ohne Rabattverlust erlaubt. D. h. die SF-Rückstufung erfolgt nur soweit, dass kein höherer Beitrag zustande kommt.

Beispiel:
Aktuelle SF-Klasse 25 = 30%,
Rückstufung nach einem Schaden in die SF-Klasse 22 = 30%
anstatt üblicherweise in die SF-Klasse 11 = 45%

Zu beachten ist, dass nur der Rabatt erhalten bleibt und nicht die SF-Klasse, d. h. folgt ein zweiter Schaden im gleichen Versicherungsjahr, wird der VN zwangsläufig in eine "teuere" SF-Klasse eingestuft.
Ruheversicherung Bei einer Ruheversicherung besteht der Versicherungsschutz beitragsfrei weiter, wobei das Fahrzeug nicht außerhalb des Einstellraumes (z.B. Garage) oder eines umfriedeten Abstellplatzes genutzt werden darf.
Eine Ruheversicherung tritt z.B. bei Saisonfahrzeugen in den Monaten ein, in denen das Fahrzeug nicht benutzt werden darf.

Auch bei einer Außerbetriebsetzung wird eine bestehende Versicherung automatisch in eine Ruheversicherung umgewandelt, es sei denn, Sie teilen dem Versicherer mit, dass das Fahrzeug nicht mehr anmeldet wird.

Vorteil einer Ruheversicherung ist, dass vorausgesetzt das Fahrzeug ist im Versicherungsjahr mindestens 6 Monate angemeldet, der Schadenfreiheitsrabatt weiter steigt, d.h. Sie im nächsten Versicherungsjahr weitergestuft werden.

Genaueres über die Ruheversicherung erfahren Sie bei Ihrem Versicherungsvermittler / -makler.
Regionalklasse In Deutschland gibt es über 400 Zulassungsbezirke, sprich amtliche Kennzeichen.
Da der Schadenverlauf in den verschiedenen Zulassungsbezirken unterschiedlich ist, werden diese Regionalklassen zugeordnet. Je höher die Regionalklasse, desto mehr oder teurere Unfälle verursachten die Fahrer in diesen Zulassungsbezirken.
Die Regionalklasse ist somit - neben der Typ- und der Schadenfreiheitsklasse - ein weiterer Wert, der bei der Berechnung des Beitrags zur Autoversicherung berücksichtigt wird und sich somit auf die Höhe der Prämie auswirkt.

Die Einteilung nach Regionalklassen erfolgt auf Grund der Unfallstatistik der jeweiligen Region; Fahrweise von Fahrern mit spezifischen amtlichen Kennzeichen; vorhandenen Straßenverhältnisse; Zahl der zugelassenen Fahrzeuge; Zusammensetzung der zugelassenen Fahrzeuge (z.B. überdurchschnittlich viele leistungsstarke oder -schwache Fahrzeuge).

Zulassungsbezirke (sprich amtliche Kennzeichen), bei denen ein ähnlicher Schadenverlauf zu erkennen ist, werden in einer Regionalklasse zusammengefasst.
Die Zuordnung der einzelnen Zulassungsbezirke zu den einzelnen Regionalklassen erfolgt jährlich und wird anhand aktueller Statistiken überprüft und ggf. aktualisiert.
Bei der Einstufung wird differenziert zwischen der Kraftfahrzeughaftpflicht-, Vollkasko- und Teilkaskoversicherung.
Rückstufung Haben Sie Ihrem Versicherer einen kostenpflichtigen Schaden gemeldet, den er begleicht, werden Sie im nächsten Versicherungsjahr in Ihrer Schadenfreiheitsklasse zurückgestuft, was zu einer höheren Prämie führen kann.

Zahlen Sie die vom Versicherer geleistete Summe jedoch innerhalb eines halben Jahres zurück, behalten Sie Ihre "alte" SF-Klasse. (Rückkaufsrecht)
Ob ein Rückkaufsrecht besteht und in welche SF-Klasse Sie nach einer Schadenmeldung zurückgestuft werden, erfahren Sie bei Ihrem Versicherungsvermittler/-makler.
Risikomerkmale Risikomerkmale werden zur Prämienermittlung und auch zur Typklassenbestimmung herangezogen und können sich somit auf die Höhe der Prämie auswirken.

Zu den Risikomerkmalen gehören z. B.: das Alter und Geschlecht der Fahrer; das Alter des Fahrzeuges bei Erwerb; die Dauer des Führerscheinbesitzes; der Abstellplatz des Fahrzeuges (z.B. Straße, Garage); der Wohnort des Versicherungsnehmers; die voraussichtliche Fahrleistung pro Jahr; die Anzahl der erwachsenen Kinder; bei einigen Autoversicherern auch der Beruf u.a.m.
Rabattübertragung In der Regel ist eine Rabattübertragung nur im engsten Familienkreis möglich (Verwandte ersten Grades). Es gibt allerdings auch Versicherer, die eine Rabattübertragung auch von anderen ermöglichen.

Bei der Rabattübertragung ist jedoch zu beachten, dass nur so viele schadenfreie Jahre übernommen werden können, wie der "Rabattbegünstigte" seit dem Erwerb des Führerscheins selbst hätte erlangen können.

Beispiel: Der Vater hat 15 schadenfreie Jahre, die er seinem 25jährigem Sohn überschreiben möchte. Es können allerdings nur 7 Jahre übertragen werden, da der Sohn, der seit seinem 18. Lebensjahr den Führerschein besitzt, erst 7 Jahre schadenfrei gefahren sein kann.

S

Saisonkennzeichen Im Gegensatz zu den Dauerkennzeichen, sind diese nur in einem vorher von Ihnen festgelegten Zeitraum von zwei bis elf Monaten gültig.
Dieser Zeitraum ist auf dem amtlichen Kennzeichen vermerkt und gibt jeweils den ersten und letzten Monat der Zulassung an.
Nach diesem Zeitraum ist das Fahrzeug automatisch abgemeldet und darf nicht mehr benutzt oder öffentlich geparkt werden.
Sonderzubehör Sonderzubehör oder Extras sind nicht immer automatisch im Versicherungsumfang mit enthalten und bedürfen bei einigen Versicherern sogar einer Zusatzversicherung.
Als Sonderzubehör gilt z.B. eine hochwertige Multimediaanlage, ein Navigationssystem, usw.
Der Betrag, bis zu dem bei einigen Versicherern das Sonderzubehör mit versichert ist, reicht von wenigen hundert bis zu mehreren tausend Euro. Ein Vergleich lohnt sich.
In den Allgemeinen Kraftfahrzeugversicherungsbedingungen (AKB) der Versicherer, finden Sie eine Liste der Zubehörteile, die im Versicherungsumfang enthalten sind.
Selbstbehalt Entscheiden Sie sich zusätzlich für eine Kaskoversicherung, egal ob Teil- oder Vollkasko, können Sie, je nach Höhe des Selbstbehalts, die Prämie senken oder erhöhen.

Der Selbstbehalt gibt an, zu wie viel Euro Sie sich an einem Schaden beteiligen.
Beispiel: Sie haben eine Teilkaskoversicherung mit einer Selbstbeteiligung von 150 EUR, abgeschlossen. Liegt ein Teilkaskoschaden unter 150 EUR zahlen Sie alleine den Schaden; liegt er darüber, zahlen Sie 150 EUR und den Rest übernimmt der Versicherer.
Schadenfreiheitssystem Das Schadenfreiheitssystem belohnt Versicherungsnehmer, die unfallfrei fahren, mit Rabatten.

Die Schadenfreiheitsklassen reichen von SF0 für Fahranfänger, die noch kein Fahrzeug auf ihren Namen angemeldet hatten (= z. B. 230% der Jahresprämie) bis SF35, bei 35 oder mehr Jahren unfallfreier Fahrt (= z. B. 30% der Jahresprämie).

Je länger ein Versicherungsnehmer unfallfrei gefahren ist, desto höher ist die SF-Klasse, in der er jedes Jahr eingestuft wird.
Die Höhe der maximal zu erreichenden SF-Klasse, kann - je nach Versicherer - unterschiedlich ausfallen.

Meldet der Versicherungsnehmer einen kostenpflichtigen Schaden, den der Versicherer begleicht, verliert er seinen Schadenfreiheitsrabatt und wird zurück gestuft, was wiederum zu eine höheren Prämie führt.
Schutzbrief Der Autoschutzbrief ist ein eigenständiger Bestandteil des Kfz-Versicherungsvertrages, deshalb haben alle seine Leistungen keinen Einfluss auf den Schadenfreiheits-Rabatt.

Den Schutzbrief gibt es mittlerweile in vielen "Ausführungen". Neben der Standard-Variante, haben viele Versicherer auch die Komfort-Variante oder auch einen Luxus-Schutzbrief.

Tipp:
Die meisten Schutzbriefe, die direkt mit der Autohaftpflichtversicherung abgeschlossen werden, gelten nur für ein Fahrzeug. Ihr Geltungsbereich erstreckt sich auf Europa und die Mittelmeerstaaten, allerdings nur dann, wenn der VN mit dem eingetragenen Fahrzeug unterwegs ist. Wenn mehrere Fahrzeuge versichert werden sollen, ist ein separat abgeschlossener Schutzbrief sinnvoller.

Zu den Standardleistungen eines Schutzbriefes gehören z. B.:
Kostenersatz für
- Pannen- und Unfallhilfe
- Abschleppen, Unterstellen, Bergung des Fahrzeuges
- Fahrzeugrücktransport
- Fahrzeugabholung nach Fahrerausfall
- Mietwagen
- Fahrzeugverzollung, -verschrottung sowie Ersatzteilversand
- Übernachtung bei Panne und Unfall
- Weiter- und Rückfahrt
- Krankenrücktransport
- Rückholung von Kindern
- Hilfe im Todesfall
Sicherheitstraining Haben Sie an einem Fahrsicherheitstraining teilgenommen, das weniger als ein Jahr zurück liegt, gewähren einige Versicherer einen Nachlass auf den Jahresbeitrag.

T

Typschlüssel Aufgrund der Vielzahl der Fahrzeugtypen und unterschiedlichen Typklassen, wird für die genaue Einstufung in der Kfz-Haftpflicht- und Kaskoversicherung - neben der vierstelligen Herstellernummer (HSN) - die dreistellige Typschlüsselnummer (TSN) benötigt.

Diese Angabe finden Sie

- im Kfz-Schein in der obersten Zeile im Kästchen Schlüsselnummern unter "zu 3" und
- in der Zulassungsbescheinigung Teil I (für Kfz-Neuzulassungen ab dem 01.10.2005) unter Punkt "2.2, Code zu D.2".

Die Typschlüsselnummer wird jeweils aus den ersten(!) drei Ziffern gebildet.
Tarifgruppe Die Tarifgruppen unterteilen sich hauptsächlich in

- Tarifgruppe A: Agrarier-/Landwirttarif, wenn Sie als Landwirt oder ehemaliger Landwirt nicht anderweitig berufstätig sind (auch Witwen/Witwer eines Landwirtes/einer Landwirtin). Für die Gewährung diesen Tarifes müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein: Mitgliedschaft in einer landwirtschaftlichen Berufs- oder Gartenbaugenossenschaft und eine bestimmte Mindestgröße des Unternehmens oder ehemaligen Unternehmens.

- Tarifgruppe B: Beamtentarif, wenn Sie Angestellte(r) oder Pensionär(in) des öffentlichen Dienstes sind. Sind Sie, als Versicherungsnehmer, nicht erwerbstätig und leben mit einem Angestellten oder Pensionär des öffentlichen Dienstes in häuslicher Gemeinschaft und werden von ihm unterhalten, können Sie ebenfalls Tarifgruppe B auswählen.

- Tarifgruppe N: Normaltarif (wenn nicht A, B oder Berufsbeamte)

Da Beamte und Landwirte in eine günstigere Tarifgruppe (A/B) eingestuft werden, muss die Tarifgruppenberechtigung, z.B. durch eine Bescheinigung, schriftlich nachgewiesen werden.

Viele Versicherer bieten eigene "Sondertarifgruppen" an. Die Tarifbestimmungen enthalten Informationen darüber, nach welchen Tarifgruppen die jeweilige Versicherungsgesellschaft unterscheidet.

Den Wegfall dieser Berechtigung müssen Sie dann unverzüglich anzeigen, anderenfalls droht Ihnen eine Vertragsstrafe.
Treuenachlass Einige Versicherer gewähren Versicherungsnehmern, die schon viele Jahre durchgehend bei ihnen versichert sind, einen Treuenachlass. Tarifmerkmale Tarifmerkmale werden in "harte" und "weiche" unterteilt und wirken sich auf die Höhe der Prämie aus.
Zu den harten Merkmalen gehören z.B. der Fahrzeughersteller und der Fahrzeugtyp.
Zu den weichen Merkmalen gehören z.B. das Alter und Geschlecht der Fahrer; das Alter des Fahrzeuges bei Erwerb; der Abstellplatz des Fahrzeuges (z.B. Straße, Garage); der Fahrleistung pro Jahr u.a.m.
Tarifstand Die Kfz-Tarife werden von den meisten Versicherungsgesellschaften einmal im Jahr neu kalkuliert, bei manchen Versicherern sogar öfter.

Der Tarifstand gibt die Aktualität/Gültigkeit des Tarifes und der Allgemeinen Kraftfahrzeugversicherungsbedingungen an und ist im Versicherungsschein zu finden.
Manchmal lohnt es sich den alten Versicherungsvertrag (alter Tarifstand) zu kündigen um beim gleichen Versicherer einen neuen Vertrag (neuer Tarifstand) abzuschließen, der günstiger ausfällt. Fragen Sie Ihren Versicherungsbetreuer.
Teilkasko Die Teilkasko ersetzt Ihnen die erforderlichen Wiederherstellungs- oder Wiederbeschaffungskosten bei Beschädigung, Zerstörung oder Verlust Ihres Fahrzeugs,
z. B. :
- Schäden durch Brand oder Explosion
- Schäden durch Entwendung, Diebstahl, Raub
- Schäden durch Unterschlagung
- Schäden durch Sturm, Hagel, Blitzschlag
- Schäden durch Zusammenstoß mit Wild
- Glasbruchschäden
- Schäden an der Verkabelung (Kurzschluss)
- Schäden durch Marderbiss
jedoch nicht bei selbstverschuldeten Unfällen und Vandalismus - hier ist der Abschluss der Vollkaskoversicherung notwendig.
Bei der heutigen Leistungsvielfalt der einzelnen Tarife, ist eine Beratung durch einen Fachmann sehr empfehlenswert.

Ü

Überführungskosten Überführungskosten fallen an, wenn ein neues Fahrzeug vom Werk zum Händler transportiert wird.
Die Überführung kann bis zu mehreren 100 Euro kosten und wird vom Käufer getragen.

V

Versicherungsschutz bei grober Fahrlässigkeit Seit dem 01.01.2008 gilt, für die ab diesen Zeitpunkt abgeschlossenen Verträge, das neue Versicherungsvertragsgesetz = VVG. Für "Altverträge" hat der Gesetzgeber eine Frist von einem Jahr (Stichtag: 01.01.2009) gesetzt. Dann gilt das neue VVG auch für diese Verträge. Dennoch wenden einzelne Versicherer das neue Gesetz für die "Altverträge" schon zum 01.01.2008 an.

Vertragsabschluss vor dem 01.01.2008 (diese Regelung entfällt ab dem 01.01.09):
Nach § 61 des alten Versicherungsvertragsgesetzes ist "der Versicherer von der Verpflichtung zur Leistung frei, wenn der Versicherungsnehmer den Versicherungsfall vorsätzlich oder durch grobe Fahrlässigkeit herbeiführt." D. h. wer die im Straßenverkehr erforderliche Sorgfalt (z. B.: Fahren bei Rotlicht, das Überfahren eines Stoppschildes, das Aufheben einer heruntergefallenen Zigarette während der Fahrt, Fahren bei winterlicher Witterung mit ungeeigneter Bereifung...usw.) im groben Maßen verletzt, verliert den Versicherungsschutz.

Vertragsabschluss nach dem 01.01.2008 (§ 81 Abs. 1 u. 2 VVG):
"Der Versicherer ist nicht zur Leistung verpflichtet, wenn der Versicherungsnehmer vorsätzlich den Versicherungsfall herbeiführt." Im Fall der groben Fahrlässigkeit (Geschwindigkeitsübertretung, rote Ampel überfahren etc.) entfällt das bisherige Alles-oder-Nichts-Prinzip. "Führt der Versicherungsnehmer den Versicherungsfall grob fahrlässig herbei, ist der Versicherer berechtigt, seine Leistung in einem der Schwere des Verschuldens des Versicherungsnehmers entsprechenden Verhältnis zu kürzen."
Wie genau diese Gesetzesänderung umgesetzt wird, bleibt allerdings noch abzuwarten!

Einige Versicherer verzichten jedoch auf den Einwand - mit Ausnahmen, wie z.B. infolge des Genusses alkoholischer Getränke oder anderer berauschender Mittel - und leisten trotz des grob fahrlässigen Verhaltens des Versicherungsnehmers im Schadenfall.
Verzicht auf SB Viele Versicherer verzichten in bestimmten Fällen auf die vereinbarte Selbstbeteiligung (SB) in der Kaskoversicherung, z. B. bei einem Glasbruchschaden, wenn die beschädigte Scheibe durch ein Spezialverfahren repariert und nicht ausgetauscht werden muss. Verzicht auf Abzug >Neu für Alt< In der Regel, wird nach einem Schaden, von den Kosten der Ersatzteile und der Lackierung ein dem Alter und der Abnutzung entsprechender Abzug gemacht (neu für alt).

Der Abzug beschränkt sich bei Krafträdern, Personenkraftwagen sowie Omnibussen bis zum Schluss des 4., bei allen übrigen Fahrzeugen bis zum Schluss des 3. auf die Erstzulassung des Fahrzeugs folgenden Kalenderjahres auf Bereifung, Batterie und Lackierung.

Falls ein Versicherer auf diesen Abzug verzichtet, dann spricht man von "Verzicht auf Abzug neu für alt".

Folgende Einzelheiten der Versicherer sind hier zu beachten:
- das Fahrzeugalter (z. B. nur in den ersten 4 Jahren)
- Art des beschädigten Fahrzeugteils, bzw. des Schadens (z. B. kein Abzug bei Lackierung, Batterie, Bereifung)

Die genaue Leistungsbeschreibung finden Sie in den Verbraucherinformationen des jeweiligen Versicherers.
Vollkaskoversicherung Die Vollkaskoversicherung beinhaltet auch alle Leistungen der Teilkaskoversicherung und deckt darüber hinaus selbstverschuldete und von Unbekannten verursachte Schäden an Ihrem Fahrzeug, z. B.:
- im Reparaturfall: erforderliche Wiederherstellungskosten, notwendige Fracht- und Transportkosten
- im Totalschadenfall: die Wiederbeschaffungskosten
- Schäden durch mut- oder böswillige Handlungen fremder Personen
Bei der heutigen Tarifvielfalt ist ein Leistungsvergleich empfehlenswert - die Höhe des Beitrags sollte bei der Wahl Ihrer Kfz-Versicherung nicht der einzige und entscheidende Faktor sein!

Was ist bei der Vollkaskoversicherung zu beachten?
Viele Leistungen der Vollkasko sind nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich - wie z. B. die Neupreisentschädigung, diese ist nur je nach Versicherer in den ersten 3 bis 24 Monaten nach der Erstzulassung des Fahrzeuges möglich. Ist Ihr Fahrzeug älter, können Sie diese Leistung nicht in Anspruch nehmen. Lassen Sie sich auf jeden Fall von einem erfahrenen Makler bzw. Vermittler beraten.
Vertragsstrafe Haben Sie beim Vertragsabschluss falsche Angaben gemacht oder Änderungen von tarifrelevanten Merkmalen (z.B. Abstellplatz, Fahrerkreis) dem Versicherer nicht mitgeteilt, werden Vertragsstrafen von einigen hundert Euro bis zur mehreren Jahresprämien erhoben. Versicherungsbeginn Beginn des Versicherungsschutzes:
Der Versicherungsschutz beginnt mit Einlösung des Versicherungsscheines durch Zahlung des Beitrages und der Versicherungssteuer.
Soll der Versicherungsschutz schon vor Einlösung des Versicherungsscheines beginnen (vorläufige Deckung), bedarf es einer besonderen Zusage des Versicherers.

Die Aushändigung der zur behördlichen Zulassung notwendigen Versicherungsbestätigung, gilt nur für die Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung als Zusage einer vorläufigen Deckung.
Versicherte Person Neben dem Versicherungsnehmer als Vertragspartner sind auch Halter, Eigentümer und Fahrer des in der Versicherungspolice bezeichneten Fahrzeuges mitversichert.

Der Halter des Fahrzeuges wird im Kraftfahrzeugschein dokumentiert. Der Eigentümer hat die rechtliche Verfügungsgewalt und wird namentlich im Kraftfahrzeugbrief genannt. Der Fahrer ist der berechtigte Fahrzeugführer. Er übt die tatsächliche Verfügungsgewalt über das Fahrzeug zum Zeitpunkt eines Schadenereignisses aus.
Verkehrszentralregister Im Verkehrszentralregister in Flensburg werden alle auffällig gewordenen Verkehrsteilnehmer mit ihren Eintragungen (Punkte) erfasst.
Punkte werden in der Regel für rechtskräftige Bescheide, welche mit einem Bußgeld von mehr als 40 Euro belastet sind, vergeben.

Siehe auch "Punkte in Flensburg".
Vorläufige Deckung Der Versicherungsschutz beginnt grundsätzlich erst mit Zahlung der ersten Prämie. Damit Sie aber schon ab Zulassung des Fahrzeuges bzw. ab Versichererwechsel über den notwendigen Versicherungsschutz verfügen, gewähren die Versicherer (bei der Kaskoversicherung auf Anfrage!) eine „vorläufige Deckung“. Nach Abschluss einer Kfz-Versicherung wird Ihnen eine eVB-Nummer (elektronische Versicherungsbestätigung) überreicht. Dies ist die Zusage Ihres Versicherers für vorläufige Deckung in der Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung. Der Versicherungsschutz beginnt dann schon mit Abgabe der eVB-Nummer bei der zuständigen Zulassungsstelle.

Die vorläufige Deckungszusage ist kein Vorvertrag, da die Versicherungspartner nicht automatisch zum Abschluss eines Hauptvertrages verpflichtet sind, sondern stellt rechtlich einen selbstständigen Vertrag dar, für den zwar Schriftform gewählt werden sollte, der aber in der Praxis meist formlos durch schlüssiges Handeln (Ausgabe und Entgegennahme der eVB-Nummer) gültig wird.

Die vorläufige Deckung endet mit Ablauf einer bestimmten Frist, mit der Einlösung des Versicherungsscheines oder durch Kündigung des Versicherers.
Sie endet ebenfalls, wenn der Antragsteller durch Vorlage einer eVB-Nummer eines anderen Versicherungsunternehmens mit diesem ein neues Vertragsverhältnis beginnt.

W

Wagniswegfall Wagniswegfall bedeutet, dass das versicherte Fahrzeug außer Betrieb gesetzt oder verschrottet wurde. Der Versicherer verlangt in solchem Fall jedoch nur den Beitrag für die Zeit des Versicherungsschutzes nach dem Kurztarif, wenn der Versicherungsnehmer ihm den Versicherungsschein und das Versicherungskennzeichen des versicherten Fahrzeugs aushändigt. Werkstattbindung Bei Verträgen mit Werkstattbindung, verzichtet der Versicherungsnehmer im Schadenfall auf eine freie Wahl der Autowerkstatt, d. h. er verpflichtet sich eine Partnerwerkstatt des Versicherers aufzusuchen. Dieses wird mit Rabatten belohnt. Weitere Vorteile sind zusätzliche Serviceleistungen, die je nach Versicherer unterschiedlich sind, wie z. B.:
- 24 h Hotline
- Abhol- und Bringservice
- Ersatzfahrzeug für die Dauer der Reparatur

Führt der Versicherungsnehmer die Reparatur nicht in einer Partnerwerkstatt des Versicherers durch, droht ihm in den meisten Fällen eine Leistungskürzung und Wegfall des Rabattes für die Werkstattbindung rückwirkend.
WZ-Code Der WZ-Code ist eine vom statistischen Bundesamt herausgegebene Klassifikation der Wirtschaftszweige, welche aus dem Jahre 1993 stammt.
Es handelt sich hierbei um eine fünfstellige Zahl, anhand der eine Unterteilung in insgesamt 1060 Branchen erfolgt.
Sind Sie, als Versicherungsnehmer selbstständig, berechnen einige Versicherer, je nach WZ-Code bzw. Wirtschaftszweig Ihrer Firma/Tätigkeit, einen Nachlass oder Zuschlag.
Wiederbeschaffungswert Der Wiederbeschaffungswert ist der Kaufpreis, den Sie bezahlen müssen, um ein gleichwertiges gebrauchtes Fahrzeug oder gleichwertige Teile zu erwerben. Leistungsgrenze ist dabei aber immer der Preis des Fahrzeugs gleichen Typs und gleicher Ausstattung am Schadentag.

Restteile (nach Zerstörung) und Altteile (nach Beschädigung) werden jedoch von der Versicherungsleistung abgezogen, da sie beim Versicherungsnehmer bleiben.
Wohngebäudenachlass Viele Versicherer gewähren Hauseigentümern, die das Haus selbst bewohnen, einen Wohngebäudenachlass. Wenigfahrernachlass Wenigfahrer sind nicht so oft mit dem Fahrzeug unterwegs, wodurch das Risiko, d.h. die Wahrscheinlichkeit eines Unfalls geringer ist, als bei jemanden, der ständig mit dem Fahrzeug unterwegs ist und weite Strecken fährt. Daher gewähren viele Versicherer Wenigfahrern, bei einer Fahrleistung bis z. B. 6.000 km p.a. einen Nachlass. Wertminderung Durch einen Schaden verliert das Fahrzeug an Wert. Ersatz für Wertminderung gibt es in der Kaskoversicherung üblicherweise nicht. Einige Versicherer ersetzen im Schadensfall zusätzlich zu den Reparaturkosten diese Wertminderung (z. B.: 10%).
Die Wertminderung errechnet sich aus den im Rahmen des Vertrages erstattungsfähigen Reparaturkosten des Fahrzeuges.
Wegfahrsperre Auf die Prämienhöhe hat das Vorhandensein einer Wegfahrsperre nur in seltenen Fällen einen Einfluss.
Wird jedoch ein Fahrzeug ohne anerkannte Wegfahrsperre gestohlen, dann werden vom Versicherer 10 % Abzug vom Erstattungsbetrag berechnet.
Der Abzug wird auch berechnet, wenn das Fahrzeug zwar eine Wegfahrsperre hat, diese aber nicht vom Versicherer anerkannt wird.

Folgende Sperrfunktionen müssen bei einer anerkannten elektronischen Wegfahrsperre vorhanden sein: Anlasserstromkreis muss unterbrochen werden; Zündstromkreis muss unterbrochen werden; Kraftstoffversorgung muss unterbrochen werden.

Als Wegfahrsperre wird nur die elektronische Wegfahrsperre anerkannt. Maßgebend ist die vom TÜV Südwest herausgegebene Liste der anerkannten Wegfahrsicherungen.
Anerkannte Wegfahrsicherungen werden bei den meisten Autoherstellern seit Ende 1993 / Anfang 1994 serienmäßig ab Werk eingebaut.
Eine Nachrüstung von anerkannten Wegfahrsicherungen, darf nur durch qualifizierte Fachwerkstätten erfolgen. Der Nachweis muss durch eine Bescheinigung geführt werden.
Nicht anerkannt werden andere Diebstahlschutzmaßnahmen, wie z.B. die "Lenkradkralle".

Z

Zulassungsbezirk In Deutschland gibt es mittlerweile über 400 Zulassungsbezirke, für die die amtlichen Kennzeichen stehen.

Für jeden Zulassungsbezirk wird eine Schadensstatistik erstellt. Dadurch werden die Zulassungsbezirke in Regionalklassen eingeteilt.

Neben der Typklassen, in die das zu versichernde Fahrzeug eingestuft ist, kann sich auch der Zulassungsbezirk auf die Höhe der Prämie auswirken. D.h. die Versicherungsprämie richtet sich auch danach, in welchem Bezirk das zu versichernde Fahrzeug zugelassen ist. So ist z.B. in Großstädten wie Frankfurt, Hamburg, oder München sowie in Ballungsräumen die Unfallstatistik und damit die Regionalklasse in die Sie eingestuft werden höher, als in manchen ländlichen Bezirken.
Zahlungsweise Versicherungsbeiträge werden generell im voraus bezahlt.

Die Zahlungsweise (jährlich, halbjährlich, vierteljährlich, monatlich) und Zahlungsart (mit/ohne Lastschriftverfahren) wirkt sich auf die Höhe der Prämie aus:
- bei unterjähriger Zahlungsweise werden von den meisten Gesellschaften Zuschläge erhoben (z. B. + 5% auf den Jahresbeitrag bei monatlicher Zahlung)
- erteilen Sie Ihrem Versicherer eine Einzugsermächtigung, werden Sie oft mit einem Rabatt belohnt (z. B. - 3% auf den Jahresbeitrag)
Zubehörteile Die Fahrzeugversicherung umfasst nicht nur die Beschädigung, die Zerstörung und den Verlust des Fahrzeugs, sondern auch seiner unter Verschluss verwahrten oder an ihm befestigten Teile einschließlich der vom Versicherer als zusätzlich mitversichert ausgewiesenen Fahrzeug- und Zubehörteile.
Die Liste der mitversicherten Fahrzeug- und Zubehörteile ist Vertragsinhalt und enthält die ohne Beitragszuschlag mitversicherten und die gegen Beitragszuschlag versicherbaren Zubehörteile. Dazu gehören z. B.: Abschleppseil, Alarmanlage, Batterie-Starterkabel, Freisprechanlage, Kindersitz...
Zweitwagenregelung Wenn Sie ein Zweitfahrzeug erstmalig anmelden möchten, kann es unter Umständen sehr teuer werden, da die SF-Einstufung für das 2. Fahrzeug im schlimmsten Fall bei 0 beginnt.
Versichern Sie das Zweitfahrzeug jedoch beim gleichen Versicherer wie das Erstfahrzeug und erfüllen Sie weitere Bedingungen, wird oftmals eine bessere Einstufung erfolgen, z. B. SF 1/2 oder SF 2. Manche Versicherer bieten spezielle Sondertarife für den Zweitwagen an oder vergeben Zweitwagennachlässe.